Orgasmus
Mal ist er der Gipfel der Ekstase, mal ein unspektakuläres Zucken im Becken, mal kommt er gar nicht: Erzwingen lässt der Orgasmus sich auch mit ausgefeilter Liebestechnik nicht.
Je mehr Orgasmen man hat, desto mehr will man. Denn man kann einfach nie genug davon bekommen.
Die Klitoris spielt immer mit
Seit Ende der Neunzigerjahre ist klar: Die Klitoris, auch Kitzler genannte, ist keineswegs nur eine Lust spendende Perle. Ihre Schwellkörper reichen bis zu zehn Zentimeter in den Körper, ihre hochempfindlichen Nervenenden ebenfalls. Damit hat sich der vorgebliche anatomische Unterschied zwischen klitoralem und vaginalem Orgasmus erledigt: Die Klitoris ist immer im Spiel.
Die meisten Frauen unterscheiden trotzdem zwischen beiden Varianten des Höhepunkts. Klitoral ist er, wenn Finger oder Zunge den Kitzler bis zum Orgasmus reizen. Vaginal ist er, wenn die Bewegungen des Glieds den entscheidenden Moment auslösen.
Den klitoralen Gipfel empfinden viele Frauen als intensiver.
Das heißt aber nicht unbedingt, dass sie ihn mehr genießen. Sexuell zufriedener sind sie in angeregter Zweisamkeit, also wenn sie beim Geschlechtsverkehr zum Höhepunkt kommen - mit und ohne Streicheln der Lust-Perle.
Masturbation oder Selbstbefriedigung ist deshalb so lustvoll, weil niemand dabei stört: Kein Stress, gemeinsam kommen zu müssen, keine Angst, das Falsche zu tun. Und die Fantasie darf tun und lassen, was sie will. Die meisten Frauen haben denn auch beim Solosex nur selten Orgasmusprobleme. Selbstbefriedigung ist der leichteste Weg zum Gipfel. Frauen die sich oft selbstbefriedigen sind ausgeglichener und zufriedener als die die es sich eher selten selbst besorgen.
Außerdem ist Orgasmusrate bei Frauen, die bei sich selbst Hand anlegen um ein vielfaches höher als beim Sex mit ihrem Süßen.
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